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  • Sar Dine

Die vergessenen Kinder krebskranker Eltern

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Leider wurde dem Thema

"Kinder von erkrankten Müttern oder Vätern" in der Vergangenheit kaum Beachtung geschenkt.

Ich dachte immer, dass die bedrohliche Situation zwar spürbar für meine Kinder sei, aber hoffte, dass sich alles in den Hintergrund drücken würde, ohne dass es zu späteren Problemen kommen würde.

Je älter allerdings meine Kinder wurden, desto mehr beobachtete ich ihre Ängste und die damit verbundene Unfreiheit.

Im Grunde genommen waren Auffälligkeiten schon immer da, aber als unerfahrene Mutter war es mir nicht klar, ob diese Auffälligkeiten zur Normalität gehörten oder nicht.

Gleichsam blieb leider keine Zeit dafür.

Mein Leben war so sehr bedroht, dass es keinen Millimeter Platz für Anderes gab.

Ich fühlte mich schuldig.

Schuldig, weil ich nie die Mutter sein konnte, die Kinder haben sollten, um unbeschwert in ihre Zukunft gehen zu können.

Schuldig, weil meine Krankheit Ihnen so Vieles genommen hatte.

Sie nahm uns unsere wertvolle Zeit, die für immer verloren ist.

Sie kann nie wieder gelebt werden.

Darunter leiden wir alle auf unsere eigene bewußte und unbewußte Art.

So schlossen sich nach dem Kampf gegen den Krebs die Folgeprobleme an und das Leben blieb eine Herausforderung.

An Erholung war nicht zu denken.

Die Sorgen, die ich mir um meine Kinder machte, waren sehr zermürbend.

Sie raubten mir Nächte und Lebensenergie.

Heute weiß ich zwar, dass mich keine Schuld trifft aber der Schmerz der verloren gegangenen Zeit wird mich mein Leben lang begleiten.

Wir hätten damals dringend professionelle Hilfe gebraucht, um mit unserem Schmerz, unseren Ängsten und Verzweiflungen besser umgehen und um evtl. Spätfolgen vermeiden zu können.

Ich habe durch meine Ausbildungen im Yoga, Yogatherapie etc., die ich vor Allem für mich und meine Familie machte, glücklicherweise mit meinen Kindern daran arbeiten können und es war uns möglich verschiedene tiefsitzende Themen zu bearbeiten und zu lindern.

Ob wir sie heilen konnten, bleibt noch offen.

Meistens zeigen sich die Prägungen in der Kindheit erst im Erwachsenenalter.

Mein Schmerz darüber ist nicht in Worte zu fassen aber ich nehme an, was uns das Leben aufgetragen hat.

Mir hat immer ein Satz geholfen:

"Gott gibt mir nur das, was ich auch wirklich tragen kann"

und das gilt auch für meine Kinder!

Resümee:

Es ist wichtig den Kindern Halt, Geborgenheit und Liebe zu geben. Das kann man immer, in jeder Phase seines Leben, weil es ein Gefühl ist, welches wir unseren Kindern vermitteln können.

Gefühle bleiben im Tiefen. Gesprochene Worte, können vergessen werden.

Zu Hause sollten man ihnen einen Raum bieten, wo sie sein können wie sie sein wollen.

In dem sie mal nicht kritisierst werden.

Wo Platz für Wutausbrüche und alle Art von Gefühlen ist.

Man kann auch gezielt die Wutausbrüchen lenken.

Es gibt verschiedene Methoden gezielt die Wut entweichen zu lassen.

Am Ende fühlen alle Erleichterung. Manchmal können dann erst Tränen fließen und das Lächeln kann wieder an die Oberfläche kommen.

Ich habe viele verschiedene Übungen mit meinen Kindern durchgeführt, die ihnen auf eine spielerische Art Erleichterung gebracht haben.

Wie bereits erwähnt, ist die Liebe, das Vertrauen und die Stärke die sie ihren Kindern zeigen, das Wichtigste für ihre Basis. Egal was von außen kommen mag.

Glauben sie immer an ihr Kind. Ihr Kind spürt es, aber es sollte es auch von ihnen hören.

Ich habe immer versucht sehr offen mit meinen Kindern zu sprechen.

Sie wußten immer, dass ich sie in der Realität halte.

So mussten sie sich nie Sorgen machen, dass irgendwas im Hintergrund läuft, was sie selbst als Bedrohung verstehen konnten.

Hierbei ist es wirklich wichtig die Dosierung und die Wortwahl zu beachten.

U.U. kann man sonst etwas auslösen.

Die Zeiten haben sich geändert und auch die Medizin ist an dieser Stelle weiter. Inzwischen gibt es mehrere Institutionen, die hier helfen können.


Mir persönlich haben die damaligen Institutionen nicht geholfen.

Sie haben mich und meine Kindern eher noch mehr verunsichert.

Eine spezielle Kur für Mutter und Kind bei Krebs, hat sogar in einem meiner Söhne erst etwas in Rollen gebracht.

Ich weiß nicht, ob sich das jemals so in seinem Leben gezeigt hätte, aber es war passiert und wir haben viele Jahre damit verbracht, Linderung und Kontrolle in sein Thema zu bekommen.

Ich habe verschiedene Methoden versucht, doch das Einzige was half, war das arbeiten zu Hause. Hierbei hatte ich glücklicherweise auf verschiedene Methoden meiner Ausbildungen greifen können.

Derzeit hat ner es im Griff, aber es bricht leider immer wieder mal aus.

Jedesmal ist das ein weiteres Zeichen, stärker und weiter daran zu arbeiten, bis der letzte Teil dieser Wurzel erreicht ist.

Bei der Rexrodt-von-Fircks-Stiftung, können sie mehr Infos zum Theme Reha für Kindern und Eltern erhalten.

Versuchen Sie ihren Kindern zu helfen.

Wenn es ihren Kindern gut geht, wird es auch Ihnen besser gehen.

Haben Sie viel Geduld.

Ich berate Sie gern!!

Herzlichst,

Sarah Herrwerth



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