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  • Sar Dine

Freiheit

Meine Krankengeschichte hat so viel Licht ins damalige Dunkle gebracht.

Was Freiheit für mich heute bedeutet, ist mir im Laufe meiner Nachbearbeitung meiner Geschichte klar geworden.

Freiheit bedeutet, so viel Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu haben, dass man für sich selbst, ohne schlechtes Gewissen Entscheidungen treffen kann.


Nehmen wir all die beratenden Menschen, die wir immer wieder bemühen.

Alles können wir niemals übernehmen.


Sich schlecht zu fühlen, wenn wir es nicht umsetzen können, ist wohl kaum der Sinn dabei.


Als ich bei den Ärzten vor ihrem Schreibtisch saß, dachte ich immer, ich müsste eins zu eins das übernehmen, was mir mein Arzt sagte.

Erst im Laufe der Jahre, begriff ich, dass sie Ratgeber sind.

Wertvolle Ratgeber, aber entscheiden muss ich selbst.

Jede beratende Person argumentiert immer aus dem gewonnenen Wissen, der Vergangenheit und den Verletzungen heraus.

Was für den Einen ein richtiger Weg ist, kann für den Anderen ein falscher sein.


Menschen, die bereits ein Lebensthema durchgemacht haben, Ärzte, Therapeuten und Coaches argumentieren aus ihrer individuellen Sicht.

Jeder muss seinen eigenen Weg kreieren.

Das heißt "Selbstverantwortung".

Entscheidungen treffen mit allen Konsequenzen.


Wichtig am Ende ist, dass wir alle Infos sammeln, eine Essenz bilden und spüren, was für uns selbst richtig ist.

Hierbei kommt das "Vertrauen" immer wieder als Thema auf uns zu.

Vertrauen zu uns selbst und unsere Intuition.


Das ist Freiheit.

Freiheit ist den schimpfenden und immer wieder reingrätschenden Verstand zu besänftigen und loszulassen.


Freiheit ist aber auch, die Dinge zu tun, die uns Spass machen, wenn wir dabei niemand anderen verletzen. Aber auch das ist manchmal zu überdenken.

Denn, wenn wir etwas nicht tun, weil wir die Erwartungen anderer nicht erfüllen, finde ich dieses einen falschen Ansatz.

Auch das muss man loslassen können.

Erwartungen Anderer zu erfüllen ist nicht zu leisten und macht einen auf Dauer kaputt.

Eine schwere Arbeit mit sich selbst ist lohnenswert!


Freiheit ist auch sich nicht den Kopf zu zerbrechen, was andere über einen denken oder ob es verstanden wird.

Früher war ich immer darum bemüht, dass man mich versteht.

Das benötigte so unglaublich viel Energie, die ich eigentlich für etwas anderes brauchte.

Und manchmal war es Energieverschwendung!


Freiheit ist auch, den Partner und die Kinder loszulassen.

Alles können wir nie kontrollieren.

Loslassen muss hier richtig verstanden werden.

Wir lassen nicht die Menschen los, sondern bloß unsere sorgenvollen und nichts bringenden, zermürbenden Gedanken.

Wir geben damit Verantwortung den Menschen zurück.

Und wieder steht das Vertrauen im Mittelpunkt.

Vertrauen in das Leben!


Freiheit ist Stärke und Authentizität.


Es ist für mich eine Bereicherung, die ich niemals mehr hergeben möchte.


Eure Sarah

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