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Stress besser lenken...



Wie und was wir tun können, um Stress zu reduzieren ist im Grunde genommen simpel.

Die Umsetzung dessen, stellt sich leider oft anders dar.

Zuerst gilt es sich die Methoden oder die Angewohnheiten, die Stress zusätzlich verursachen, zu erkennen.

Mit der eigenen Wahrnehmung sind wir schon einen großen Schritt vorangetreten.


Unerwartet!

Es gibt den Stress, den wir nicht beeinflussen können.

Der Stress, der unerwartet von außen kommt.

Hier gilt es zu erkennen, wie ich selbst mit Stresssituationen umgehe.

Neige ich zu Überreaktionen und tauche tief in Emotionen ab, sollte ich mir dessen zuerst einmal bewußt werden.

Über das Bewußtwerden, kann ich dann in entsprechenden Situationen anders handeln.

Bewußtes Rausziehen bedeutet z.B. Emotionen beobachten und sich selbst leiten, um nicht noch tiefer in eine solche Situation zu rauschen.


Vorausschau!

Im Laufe unseres Lebens sammeln wir Erfahrungen.

Daraus kann man oft schon Situationen gut einschätzen und ableiten.

Vertrauen in die eigene Intuition ist enorm wichtig.

Sensibilisiere Dich für solche Intuitionen und Situationen, um dann gezielt den Umweg zu gehen.

Man nennt das auch Selbstfürsorge (Selicare).


Sehen!

Auch visuell können wir unser Cortisol ordentlich in die Höhe schießen lassen.

Schauen wir z.B. einen spannenden Film, tauchen wir immer tiefer darin ab.

Unser Auge entwickelt einen Tunnelblick und unserem Gehirn wird eine reale Situation suggeriert.

Unser Gehirn kann nicht unterscheiden, ob es sich um einen Film (surreal) oder eine echte Situation (real) handelt.

Entwickeln wir diesen Tunnelblick, ändern sich unsere Emotionen.

Unsere Atmung verändert sich, Anspannung baut sich immer mehr auf und schließlich wird Cortisol produziert, was eigentlich unnötig ist. Es ist nur ein Film...

Cortisol wird in realen Situationen ausgeschüttet, weil es eine schützende Funktion hat.

Heißt: Brenzlige Situationen + Cortisolausschüttung, um wegzurennen = Flucht!

Dann ist es auch angebracht.

Bei Filmen oder Computerspielen, bringen wir uns in eine solche Situation und können jedoch nicht die Flucht ergreifen, um Cortisol abzubauen.

Cortistol ist eines der stärksten Immunssupressiva für unser Immunsystem.

Oft können wir beobachten, dass wir eine Infektion bekommen, wenn wir davor einige Zeit viel Stress hatten.

Das Immunsystem ist dadurch geschwächt.


Nun zurück zu unserem Film.

Richten wir unseren Blick in die Weite, entwickeln wir wieder einen Panoramablick.

Aus diesem Grund sind auch u.a. Waldspaziergänge so gut.

Sie eröffnen uns eine ruhige reale Welt mit entspannender Wirkung.

Die Atmung verändert sich, das Nervensystem beruhigt sich und Anspannung kann losgelassen werden.

Dies kann man z.B. auch während eines Filmes mal tun, um sich aus der Anspannung zu holen.

Einfach mal den Blick im Raum schweifen lassen und auf eine tiefe, regelmäßige Atmung achten.


Für Kinder haben solche Filme tiefgehende Folgen.

Kinder befinden sich noch in der Entwicklung.

Hier dringen solche spannenden Filme oder Computerspiele noch viel tiefer ins Unterbewusstsein und können sich dort sehr schnell manifestieren.

Hinzu kommt, dass sich Kinder nicht richtig ausdrücken können bzw. nicht wissen, was mit ihnen los ist.

Irgendwann kann man nicht mehr unterschieden, warum man vielleicht bestimmte Ängste, Phobien etc. entwickelt hat.


Fazit:

Stress wirkt auf unser vegetatives Nervensystem und beeinflusst unsere An- und Entspannung. Befinde ich mich gerade in einer stressigen Situation, ist zu prüfen, in wie weit ich diese regulieren kann. Ggf. kann hier professionelle Unterstützung eine Hilfestellung sein.

Atemübungen wirken enorm auf unser vegetatives Nervensystem und schließlich auch auf unser Muskelsystem.

Darum sind Verspannungen im Zusammenhang mit Stress fast immer zu beobachten.

Atemübungen können sowohl anregend, als auch entspannend sein.

Auszeiten einplanen und wenn es auch nur wiederkehrende wenige Minuten sind.

Mehr Pausen machen und sich früh genug für die Nachtruhe vorbereiten.


Schlaf ist ein sehr wichtiger Faktor, um Stress bzw. Cortisol zu regulieren.

Ebenso wichtig ist Sport - Sport hilft uns dabei, Cortisol abzubauen.

Zusätzliche Stresssitutationen meiden.

Heißt u.a. in dieser Zeit, keine spannenden Filme oder Computerspiele ansehen.

Ist man ein sensibler Mensch, ist es vielleicht ratsam, generell den Abstand davon zu halten.


Herzlichst,

Sarah Herrwerth






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